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Leider wird der Boerboel in Europa und vor allen Dingen
in Deutschland von vielen „Züchtern“
als idealer Familienhund oder als bester Freund des
Kindes angepriesen. Diese Beschreibungen werden dann
noch mit tollen Fotos von kuschelnden und schmusenden
Kindern mit Boerboels untermauert. Dass solche Beschreibungen
mit den entsprechenden Bildern letztendlich dazu führen,
dass viele Welpenkäufer diese reaktionsschnellen,
eigenständig handelnden, sehr territorialen , misstrauischen
Wach- und Schutzhunde unterschätzen und ihre Haltungsvoraussetzungen
(Hundeerfahrung, Wohngegebenheiten..usw.) überschätzen,
scheint viele (deutsche) „Züchter“
nicht zu interessieren. Die Folgen sind vorhersehbar.
Meist landen diese Hunde in den Tierheimen oder werden
ausgesetzt. Mittlerweile füllen sich die Tierheime
mit abgegebenen oder ausgesetzten Boerboels und diese
sind oft nicht einmal ausgewachsen. |
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Aufgrund seiner Größe
und Kraft kann er, je nach Charaktereigenschaft, im
Spiel mit Kindern recht rau sein.
Gerade im Umgang mit Kindern darf man keinesfalls
seine Wach-und Schutzhundeigenschaften vergessen.
Vor allem , wenn es zum Streit unter den Kindern und
ihren Freunden kommt, ist doppelte Aufmerksamkeit
geboten. Ebenso wenig sollte man nicht vergessen,
wie viel Stärke und Kraft in so einem Powerpaket
stecken kann.
Ein Boerboel kann sich bei einer frühzeitigen
Begrenzung, konsequenten Erziehung und guten Sozialisierung
gut in eine Familie integrieren. Jedoch sollten beide
(Kinder und Hunde), ihre Grenzen kennen und einander
respektieren. Dieses durchzusetzen liegt an den Eltern/Haltern.
Er ist aber mit Sicherheit nicht der Hund, der den
deutschen (europäischen) Vorstellungen von einem
Familienhund entspricht. Da gibt es sicherlich geeignetere
Rassen!
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